ACL Jahreshauptversammlung

„2018 wird wieder ein ereignisreiches Jahr“ AC Landshut blickt bei der Jahreshauptversammlung auf eine erfolgreiche Saison zurück und stellt die Weichen für 2018

 

Am Mittwoch, 7. März, hielt der AC Landshut seine Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zur Insel“ in Landshut ab. Das Grußwort der Stadt Landshut überbrachte Stadtrat Ludwig Zellner, der ein weiteres Mal zum Ausdruck brachte, wie stolz die Stadt auf den ACL und seine beeindruckende Titelsammlung sei. Aber nicht nur dies – mit den hochkarätigen internationalen Veranstaltungen, die der Verein nun schon seit Jahren an Land zieht, trage er auch nicht unwesentlich dazu bei, daß Landshut überregional Aufmerksamkeit erhalte – und das sei letztlich auch positiv für die Stadt.

In seinem Resümee der Saison 2017 blickte der 1. Vorsitzende Christian Schmid auf ein ereignisreiches Jahr zurück, und das nicht nur im sportlichen Sinne. Angefangen von der Satzungsanpassung über zahlreiche bauliche Verbesserungen im Stadion, z. B. den Ausbau des VIP-Bereichs, Veranstaltungen wie einem Vortrag über Social Media oder das ADAC Forum Sport in der Sparkassenakademie sowie der Übergabe von Sicherheitswesten an Landshuter ABC-Schützen mit OB Putz gab es für die Verantwortlichen des AC Landshut immer etwas zu tun. In sportlicher Hinsicht durfte man sich über die Verteidigung des Meistertitels, die Rückkehr in den Speedway Teamcup, die inoffizielle 2. Bundesliga, sowie den Titel im ADAC Bayerncup freuen, was Schmid zum Anlaß nahm, allen Beteiligten seinen herzlichen Dank auszusprechen. Ein besonderes Highlight im Vereinskalender sei auch immer die Sportlerehrung der Stadt Landshut für die erfolgreichen Teams.

Detaillierter auf die sportlichen Schlaglichter der zurückliegenden Saison ging dann Sportleiter Stefan Hofmeister ein. So holte sich die Bayerncup-Mannschaft im letzten Saisonrennen mit insgesamt 260 Punkten aus fünf Rennen knapp den Sieg vor dem schärfsten Konkurrenten Olching mit 248 Punkten und dem Drittplatzieren Abensberg mit 218 Punkten – und dies trotz zahlreicher Verletzungen und auch dem ein oder anderen technischen Problem, was in Summe die Saison doch eher schwierig gestaltete. Die für die Saison 2017 neu formierte Teamcup-Mannschaft hatte mit einem Sieg in Olching vielversprechend begonnen, wurde dann aber ebenfalls vom Verletzungspech heimgesucht und konnte im weiteren Saisonverlauf nicht an die Erfolge anknüpfen. Dennoch hätten die beiden Teammanager eine sehr gute Atmosphäre im Team geschaffen und den Fahrern stets motivierend zur Seite gestanden. Umgekehrt war es der Bundesligamannschaft gegangen – nach einem erneut denkbar schlechten Start in die Saison durch die unglückliche Regenniederlage im Heimrennen gegen Brokstedt stand man beim ersten Auswärtstermin bereits wieder mit dem Rücken zur Wand. Nachdem man auch in der Bundesligamannschaft verletzungsbedingte Ausfälle zu verkraften hatte, mußte man letztlich vom Plan, die Saison ausschließlich mit deutschen Fahrern zu bestreiten, abrücken: „Zeitweise mußten wir 50% des Teams ersetzen, das war schon eine Herausforderung“, so Hofmeister. Nicht zu vergessen aus sportlicher Hinsicht auch die kritische Witterungssituation vor dem geplanten Finalrennen am 3. Oktober, für das man einige Tage vorher die Bahn in einer Mammutaktion – „5000 Quadratmeter in 5 Stunden mit 5 Personen“ – mit einer Plane abgedeckt hatte und durch eine Verschiebung des Starts letztlich das Rennen trotz vorheriger widriger Witterung wie geplant und erfolgreich durchführen konnte. Doch nicht nur im Ligabetrieb war der ACL aktiv, auch mit dem polnischen Veranstalter One Sport wurde wieder ein Lauf zur Best Pairs Serie ausgerichtet, ebenfalls ein Schmankerl für regionale und überregionale Speedwayfans. Hofmeister schloß mit einem Ausblick auf die Saison 2018, in der man ganz klar Titel Nummer 19 im Visier hat. Mit insgesamt 8 Rennveranstaltungen in der Ellermühle - neben dem „normalen“ Ligabetrieb auch zwei internationale Rennen, und zwar die Speedway Grand Prix Challenge und das Finale der Deutschen Meisterschaft U21 – sowie einem hoffentlich weiteren Finale um den Meistertitel sei der Verein in der nun bald beginnenden Saison bis aufs äußerste gefordert. Der Dank an alle aktiven Helfer, die 2017 zu einem erfolgreichen Jahr gemacht haben, verband sich daher gleich mit dem charmanten Hinweis, in der bevorstehenden Saison werde aufgrund des ehrgeizigen Programms erst recht jede helfende Funktionärshand benötigt.

Nach dem Rechenschaftsbericht des Ehrenpräsidenten und kommisarischen Verkehrsreferenten, Christian Bäumel, der in seinem Vortrag neben der Aktion „Hallo Auto“ des ADAC Südbayern für Realschüler vor allem auf den Dauerbrenner im Verkehrssenat, die Umfahrung des Stadtgebiets, einging, legte Schatzmeister Thomas Wurstbauer seinen Rechenschaftsbericht vor. Er betonte die oberste Maxime des Vereins, solide zu wirtschaften und „nur das auszugeben, was man sich auch leisten kann“. Neben zahlreichen Investitionen in Stadion, beispielsweise für den Ausbau der Vereinshütte und des VIP-Bereichs, schlugen auch die Abzahlung des Wasserwagens und Zinsen für das vor einigen Jahren für die Modernisierung der Flutlichtanlage aufgenommene Darlehen kräftig zu Buche, abgesehen von den ohnehin laufenden Kosten für den Rennbetrieb. Dank soliden Wirtschaftens und eines positiven Trends bei den Einnahmen ist es dem Verein aber wiederum gelungen, einen kleinen Überschuß zu erwirtschaften, so daß man insgesamt „sehr gut dasteht“. Dies konnte der anschließende Bericht der Kassenprüfer auch bestätigen, so daß die Entlastung der Vorstandschaft eine reine Formalität darstellte.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand die Neuwahl eines Teils der Vorstandschaft auf dem Programm. Traditionell werden beim AC Landshut in einem Jahr jeweils die geraden oder ungeraden Vorstandsposten besetzt, in diesem Jahr waren die geraden an der Reihe. Jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden der 2. Vorsitzende Gerald Simbeck, Schriftführerin Ingrid Fischer, Jugendleiter Johannes Gradl, stellvertretender Schriftführer Andreas Kitzhofer sowie die Beisitzerinnen Kerstin Rudolph und Ingried Piegendorfer. Ergänzend mußte die Position des sportlichen Beisitzers neu besetzt werden, da der langjährige Teammanager Jan Hertel sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Hier wurde Speedwaynationaltrainer Herbert „Peppi“ Rudolph einstimmig ins Amt gewählt.

Wie tief verwurzelt der AC Landshut in der Stadt ist, zeigte anschließend die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden geehrt ………. Auf stolze 50 Jahre im Verein können zurückblicken: ………………. Alle Geehrten erhielten eine Urkunde sowie eine Ehrennadel.

Zum Abschluß der Veranstaltung, bei der keine weiteren Anträge zu behandeln waren, ergriff der 2. Vorsitzende Gerald Simbeck die Gelegenheit, sich insbesondere bei den Sponsoren des Vereins zu bedanken. Beim Ausbau des VIP-Bereichs wurde der Verein von der Firma Sigl in Ergolding unterstützt. Die Firma TransMF, die wiederum ein Best-Pairs-Team stellen wird, wird ab 2018 auch als Westensponsor agieren, der bisherige Westensponsor der Bundesliga, der Hausmeisterservice Speth, bleibt dem Verein als Brustsponsor für den Teamcup erhalten. Es sei nicht nur gelungen, die bisherigen Sponsoren zu halten, sondern auch neue zu gewinnen, was auch den Fortbestand der Stadionzeitschrift „Devils Inside“ im nunmehr 4. Jahrgang sichere. Eine wichtige Rolle spielten die Sponsoren derzeit auch bei der Erneuerung der Airfence, die insbesondere für die Durchführung internationaler Veranstaltungen, aber auch im Hinblick auf die Verantwortung des Vereins für die Sicherheit der Fahrer, im laufenden Jahr ansteht. Hier hoffe man auch auf Unterstützung des ADAC und seitens der Stadt Landshut. In sportlicher Hinsicht starte man nun mit einem Trainingslager Mitte März in die bevorstehende Saison, deren Höhepunkt sicherlich die GP Challenge darstellt. „Das wird nochmal ein i-Tüpfelchen für den Club, aber ich bin überzeugt, daß wir das stemmen können – und es wird ein Highlight für jeden Fan: die besten Fahrer der Welt bei Flutlicht in Landshut, was will man mehr“, so Simbeck.

 

Auf dem Foto: Die für jahrzehntelange Mitgliedschaft beim ACL geehrten Mitglieder

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