Chronik

Der Automobilclub Landshut wurde am 21. Oktober 1922 aus einer losen Verbindung der Landshuter ADAC-Mitglieder heraus gegründet.

Die Vereinschronik enthält folgenden Eintrag über die erste motorsportliche Aktivität, bereits kurze Zeit nach der Gründung:

Die erste Veranstaltung des ACL
Am Sonntag, den 19. November 1922 veranstaltete der Club - nach einem Bestehen von kaum 4 Wochen - bereits eine Berg- und Flachprüfungsfahrt auf der neuen Bergstraße für Personenwagen und Motorräder.
Die Veranstaltung war nur für die Mitglieder des ACL.
Die Beteiligung war eine sehr gute. Das Rennen begann vorm. 1/2 9 Uhr. An die Fahrer wurden die größten Anforderungen gestellt, mussten dieselben doch teilweise auf vollständig vereister Strecke fahren. Außer einigen kleinen Unglücksfällen - Herr Hoffmann, Landshut, landete glücklich in einem Acker, allerdings mit vollständig defekter Maschine - wurde das Rennen glatt durchgeführt. ...

Hier noch einige chronologische Geschehnisse:
„Trotz aller Unbilden ließ in den folgenden Jahren die Aktivität im ACL nicht nach. Verschiedene Veranstaltungen und Rennen zeugen davon. Daneben erwirbt der ACL im Jahre 1925 die Rechte eines eingetragenen Vereins. 1928 wird im Hotel Dräxlmair ein eigenes Clublokal geschaffen. Zahlreiche motorsportliche Veranstaltungen werden durchgeführt, wie z. B. die Zuverlässigkeitsfahrt „Rund um Niederbayern", die großen Anklang fand.

Ebenfalls 1928 veranstaltete der ACL sein erstes Sandbahnrennen, an dem auch Europameister Giggenbach teilnahm.
In Ermangelung einer Sandbahn in Landshut wurde das Rennen in Moosburg durchgeführt. 1931 startete man in Mitterwöhr ein Grasbahnrennen, das mit 8 000 Besuchern einen regen Zuspruch verzeichnen konnte, bei der Veranstaltung 1933 waren es 5 000 Zuschauer.
Während der Kriegswirren wurden das Vermögen des ACL beschlagnahmt und der ACL aufgelöst.

Am 4. 3. 1947 wurde der ACL auf Betreiben des Leiters der Straßenverkehrsdirektion Landshut, Herrn Reitberger und unter aktiver Mitwirkung des späteren Gauvorsitzenden und ADAC-Präsidenten Franz Stadler die Widergründung des ACL beschlossen.
Erster Vorsitzender nach dem 2. Weltkrieg wurde Landrat Graf von Spreti.
Im Mai 1952 wurde die Sandbahn im Hammerbachstadion von der Prüfungskommission abgenommen und am 15.06.1952 fand das Eröffnungsrennen statt. 120 Fahrer trugen hier ihre Kämpfe aus.

Die frühere Wirkungsstätte- das Hammerbachstadion

Bereits 1953 veranstaltete der ACL ein internationales Sandbahnrennen, zu dem sich 12.000 Zuschauer einfanden.
Gewonnen wurde es vom Wiener Josef Chalupa. Einen Bahnrekord stellte Guggenberger aus Schierling mit 85,7 km/h auf. In den folgenden Jahren konnten sich so berühmte Namen wie Josef Seidl, „Wak" Hofmeister, Albin Siegl, Peter Kern, Sinzinger, Hamberger, Tatum, Odakler Oestblom, Mathiasen, Manfred Poschenrieder, Aberl und Thomsson in die Starter und Siegerlisten einschreiben. 1971 startete ein Fahrerfeld, dessen Namen noch heute für Bahnsport stehen:

Barry Briggs, Jon Ödegard Andy Ross, Graham Miles, Josef Angermüller, Christopf Betzl, Heinrich Sprenger, Helmut Kastl, Alois Wiesböck, Otto Lantenhammer und Waldemar Bacik und und und ....

Erstes Rennen in Ellermühle

Ein Sprung ins Jahr 1975
Der ACL und die Stadt Landshut konnten das Speedway-Stadion in der Ellermühle mit einem Eröffnungsrennen einweihen, von dem noch heute viele Motorsportfans träumen.

Die vom ACL aufgestellten Bundesliga und später Superliga- Mannschaften erreichten bis heute 15 x Deutsche Meisterschaft, 7 x deutsche Vizemeisterschaft und die einzelnen Fahrer holten ebenfalls viele und bedeutende Preise.

17-mal Deutscher Speedway-Mannschafts-Meister:
1977, 1978, 1979, 1982, 1984, 1986, 1989, 1991, 1993, 1999, 2000, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2016

9-mal Deutscher Mannschafts-Vize Meister:
1980, 1981, 1983, 1988, 1990, 1992, 2001, 2014, 2015