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Sommer, Sonne, Siegerlaune – Den Trans MF Landshut Devils gelingt gegen 7R Stolaro Stal Rzeszow endlich der ersehnte erste Sieg in der Zweiten Polnischen Liga

Gastgeber holen mit Unterstützung der Fans verdientes 49:39

Die Trans MF Landshut Devils haben auf das perfekte Szenario gewartet, um ihren ersten Sieg in der Zweiten Polnischen Liga zu feiern – blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, bestes Rennwetter, und erstmals wieder Zuschauer im Stadion, die die Mannschaft nach Kräften anfeuerten. Endlich wieder Sirenen und Fahnen in der OneSolar Arena an der Ellermühle !

Der Auftakt der Devils, die mit Kai Huckenbeck, Valentin Grobauer, Martin Smolinski, Michael Härtel, Dimitri Berge, Norick Blödorn und Mario Niedermeier angetreten waren, gelang nach Maß. Huckenbeck und Smolinski holten ein 4:2 gegen Adrian Cyfer und Karol Baran. In Heat 2 startete Norick Blödorn furios von Außen und fuhr einen sicheren Sieg ein; Mario Niedermeier lag lange auf Platz 3, verlor den Punkt aber in der letzten Kurve an Mateusz Majcher. Im nachfolgenden Heat gelang Michael Härtel sein erster 3-Punkte-Lauf in der polnischen Liga, nach hinten abgesichert von Dimitri Berge. Zwar gelang es den Gästen dann in Heat 4 mit ihrem ersten Sieg gegen Norick Blödorn, der am Start einen Aufsteiger hatte und vom letzten Platz nicht mehr nach vorne kam, und Valentin Grobauer auf Platz 2, den Abstand etwas zu verkürzen, doch gingen die Devils mit einem Vorsprung in die erste Bahndienstpause. Dieser schmolz jedoch nach zwei ausgeglichenen Heats davon, als die Gäste aus Rzeszow mit David Rempala und Hubert Legowik ein 1:5 aus Sicht der Landshuter einfuhren. Valentin Grobauer war anfangs auf Platz 2 gelegen, konnte diesen jedoch nicht halten; Kai Huckenbeck versuchte auf Platz 4 alles, um zumindest noch einen Punkt zu holen, blieb aber erfolglos, da Außen nichts ging. Schon war der Vorsprung zusammengeschrumpft, es stand 21:21. Nichts für schwache Nerven, oder – wie es Stadionsprecher Michael „Schubi“ Schubert ausdrückte: „Die Spannung knistert unterm Dach am hellichten Tach“...

Vorentscheidend für den weiteren Rennverlauf war dann Heat 8, in dem es bis zur letzten Runde nach einem 3:3 aussah, nachdem Mateusz Majcher ausgefallen war. In der letzten Runde überholte Dimitri Berge den in Führung liegenden Karol Baran, der zu Sturz kam. Banges Warten auf die Entscheidung des Schiedsrichters, der das Heat nach Sichtung des Videobeweises erfreulicherweise mit 5:0 für die Devils wertete. Der Vorfall zwischen dem 40-jährigen Karol Baran, den Rzeszow nach zwei Jahren Rennpause für Landshut quasi „reaktiviert“ hatte, und Dimitri Berge ließ die beiden keine innigen Freunde werden, wie das Geplänkel beim nächsten Aufeinandertreffen in Heat 13 zeigte ....

In den beiden folgenden Heats bauten die Devils ihren Vorsprung um jeweils zwei Punkte aus; Kai Huckenbeck und Valentin Grobauer sowie Martin Smolinski – mit seinem ersten Heatsieg in für die Devils – und Michael Härtel – fuhren jeweils ein 4:2 ein. In Heat 11 zeigte sich der Kampfgeist, der die Teufel an diesem Tage erfaßt hatte, als sich Kai Huckenbeck und Michael Härtel jeweils im ersten Durchgang um einen Platz nach vorne kämpften und hinter Karol Baran ein 3:3 ertrotzten. Kurios dann Heat 12 – beim Start hatte sich David Rempala zu früh bewegt, woran auch Martin Smolinski wohl nicht ganz unschuldig gewesen war. Rempala wurde vom Rerun ausgeschlossen, und nachdem Martin Smolinski schon eine Verwarnung aus Heat 1 hatte, ereilte auch ihn dieses Schicksal. So standen nur noch der statt Dawid Stachyra eingesetzte Hubert Legowik sowie Mario Niedermeier am Startband. Legowik holte den Sieg, Mario Niedermeier ging auf Nummer sicher und fuhr die beiden Punkte für die Devils und damit auch seine ersten Punkte in der Zweiten Polnischen Liga nach Hause „Das ist schon ein gutes Gefühl“, freute er sich hinterher. „Der eine Punkt im zweiten Heat hätte sein müssen, aber da hat es mir das Motorrad aus der Spur gedrückt. Jetzt wollte ich einfach nichts riskieren.“ In Heat 13 konnten die Gäste nochmals einen Sieg holen, vor den beiden letzten Läufen lagen die Devils mit 6 Punkten in Führung. Doch diesmal ließen sie nichts mehr anbrennen. Zunächst holte Martin Smolinski noch einen weiteren Heatsieg, während Michael Härtel sich noch von Platz 4 auf 3 vorkämpfte. Damit war der Rennausgang klar, im letzten Rennen des Tages, als der Sieg für die Gastgeber schon feststand, erzielten Kai Huckenbeck, der an seine Topform vom Wochenanfang anknüpfen konnte, sowie Dimitri Berge unter dem so lange vermißten Geheul der Fansirenen noch ein weiteres 4:2, so daß es am Ende 49:39 für die Devils stand.

Teamchef Bernhard Muggenthaler fand nach dem Rennen nur ein Wort: „Erleichtert!“. Lange hatten die Devils warten müssen, doch im vierten Rennen schließlich lief es rund – der erste Sieg in der neuen Liga, der erste Heatsieg für Martin Smolinksi und Michael Härtel, und die ersten Punkte für Mario Niedermeier. „Bei uns sind eben aller guten Dinge diesmal vier“, resümierte ein ebenfalls erleichterter Teammanager Klaus Zwerschina nach dem Rennen. „Heute hat die Mannschaftsleistung gestimmt, der Kampfgeist war da, und natürlich haben uns auch die Fans, die trotz der begrenzten Zuschauerzahl eine super Stimmung gemacht haben, getragen. So könnte es jetzt weitergehen!“

Weiter geht es für die Devils bereits am kommenden Sonntag mit dem Rückrennen in Rzeszow, bevor am 27. Juni die Wölfe aus Wittstock in der OneSolar Arena erwartet werden.

 

Text:                       Claudia Patzak
Foto:                       Michael Eder

Das Ergebnis im Einzelnen:

Trans MF Landshut Devils

9 - Kai Huckenbeck: 3; 0; 3; 2; 3 – 11
10 – Valentin Grobauer: 2; 1; 1; 0 – 4
11 – Martin Smolinski: 1; 2; 3; ex; 3 – 9
12 – Michael Härtel: 3; 1; 1; 1; 1 – 7
13 – Dimitri Berge: 2; 3; 3; 2; 1 – 11
14 – Norick Blödorn: 3; 0; 2 – 5
15 – Mario Niedermeier – 0; 0; 2 – 2

 

RzTZ Rzeszow

1 – Adrian Cyfer: 0; 2; 2; 0; 2 – 6
2 – Dawid Stachyra: 0; 1 – 1
3 – Karol Baran: 2; 3; ex; 3; 1; 0 – 9
4 - Patryk Rolnicki: 1;0 – 1
5 – Hubert Legowik: 1; 3; 2; 3; 3; 2 – 14
6 - Mateusz Majcher: 1; 3; -; 0 – 4
7 – David Rempala: 2; 2; 0; d; 0 – 4

H1: Huckenbeck, Baran, Smolinski, Cyfer – 4:2
H2: Blödorn, Rempala, Majcher, Niedermeier – 3:3 (7:5)
H3: Härtel, Berge, Legowik, Stachyra – 5:1 (12:6)
H4: Majcher, Grobauer, Rolnicki, Blödorn – 2:4 (14:10)
H5: Baran, Smolinski, Härtel, Rolnicki – 3:3 (17:13)
H6: Berge, Cyfer, Stachyra, Niedermeier – 3:3 (20:16)
H7: Legowik, Rempala, Grobauer, Huckenbeck – 1:5 (21:21)
H8: Berge, Blödorn, Majcher, Baran – 5:0 (26:21)
H9: Huckenbeck, Cyfer, Grobauer, Rempala – 4:2 (30:23)
H10: Smollinski, Legowik, Härtel, Majcher – 4:2 (34:25)
H11: Baran, Huckenbeck, Härtel, Cyfer – 3:3 (37:28)
H12: Legowik, Niedermeier – 2:3 (39:31)
H13: Legowik, Berge, Baran, Grobauer – 2:4 (41:35)
H14: Smolinski, Cyfer, Härtel, Rempala – 4:2 (45:37)
H15: Huckenbeck, Legowik, Berge, Baran – 4:2 (49:39)

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