DIE PLAY-OFFS IN REICHWEITE – 52:38 TAGESSIEG UND BONUSPUNKT FÜR DIE TRANS MF LANDSHUT DEVILS GEGEN SPEEDWAY KRAKOW
Traurige Nachricht überschattet Siegesfreude
Es hätte ein rundum gelungener Renntag sein können: vor knapp 3.000 Zuschauern, darunter knapp 800, die der „Ehrenamtsinitiative“ des Vereins gefolgt waren, holten sich die Trans MF Landshut Devils einen nie gefährdeten Heimsieg gegen Speedway Krakow, erhielten den ersehnten Bonuspunkt und verteidigten Tabellenplatz drei. Bis sich nach Rennende die Nachricht verbreitete, daß Martin Sänger, der beliebte Stadionsprecher, plötzlich verstorben war. Die Devilsfamilie ist unter Schock und in Trauer.
„Wir können es nicht fassen“, so der Erste Vorsitzende Gerald Simbeck. „Am Samstag abend saßen wir beim Funktionärsfest noch gemütlich beisammen, Sonntag morgen kam Martin gut gelaunt ins Stadion und moderierte launig wie immer – und jetzt das. Unsere aufrichtige Anteilnahme geht an seine Angehörigen. So sehr wir uns auch, bevor wir es erfahren haben, über den heutigen Erfolg gefreut haben, so ist er doch durch dieses traurige Ereignis komplett zur Nebensache geworden.“
Und auch, wenn es schwer fällt, zum Sportlichen zurückzukehren, soll über den Renntag berichtet werden …
Die Devils kamen sehr gut ins Rennen, Kim Nilsson fuhr im ersten Heat vor Stanislaw Melnyczuk und Erik Riss sowie Michael West über die Ziellinie. Riss, frischgebackener Deutscher Langbahn-Meister, gab nach mehrmonatiger gesundheitsbedingter Pause seinen Einstand im Team der Devils in der laufenden Saison. Zunächst auf 5:1-Kurs liegend, mußte er eingangs der letzten Runde noch Melnychuk vorbeiziehen lassen. Im Juniorenlauf erwischte Mario Häusl dann einen sehr guten Start, während Janek Konzack sich erfolgreich daranmachte, das Feld von hinten aufzurollen, und Dawid Grzeszczyk und Milosz Duda einfangen konnte. Nach einem unentschiedenen Heat hieß es dann in Lauf vier 4:2 für Leon Flint und Janek Konzack gegen Dawid Rempala und Dawid Grzeszczyk, womit es nach dem ersten Durchgang für jeden Fahrer 16:8 für die Devils stand. Bis zum nächsten Bahndienst folgten dann ausgeglichene Läufe, erst in Heat acht konnte Speedway Krakow durch Dawid Rempala und Michael West das erste 1:5 aus Sicht der Devils gegen Janek Konzack und Kevin Wölbert erringen, nachdem der führende Wölbert von einem technischen Defekt ausgebremst worden war. Danach gingen die nächsten vier Heats ausschließlich an die Devils; einem 5:1 durch Flint / Nilsson folgte ein 4:2 durch Knudsen / Riss sowie zwei weitere 5:1 durch Knudsen / Nilsson sowie Riss / Häusl. Erst in Heat 13 ließen die Gastgeber einen erneuten Punktsieg von Krakow zu, Lewiszyn / West errangen ein 2:4 gegen Leon Flint, der bis zur Ziellinie noch Angriffe gegen den in Führung liegenden Fahrer der Gäste gesetzt hatte. Mit 47:31 vor den letzten beiden Durchgängen war den Devils weder der Tagessieg noch der Bonuspunkt noch zu nehmen. Im vorletzten Durchgang lagen die Devils dann lange auf 5:1-Kurs, bevor Melnychuk noch an Mario Häusl vorbeizog und Kim Nilsson als erster die Ziellinie überfuhr. Als guter Gastgeber zeigte man sich schließlich im letzten Lauf, in dem Speedway Krakow mit einem 1:5 von Marco Lewyshin und Dawid Rempala gegen Leon Flink und Jonas Knudsen noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte. Am Ende standen 52 Punkte zugunsten der Trans MF Landshut Devils und 38 Punkte für Speedway Krakow auf der Anzeigetafel.
Teammanager Krzystof Zielinski zeigte sich erneut zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir konnten gut an den Schwung der letzten Rennen anknüpfen. Meine Jungs haben wieder unermüdlich gekämpft. Kevin war heute leider unser Pechvogel. Für Erik freut es mich, daß er sich nach seiner langen Pause im Rennverlauf steigern und auch einen Heatsieg holen konnte. Auch Jonas kam heute mit der Bahn gut zurecht, was die Fans gleich zur Wahl des Teufels des Tages honoriert haben.“
Mit dem Sieg und dem Bonuspunkt konnten die Trans MF Landshut Devils ihren dritten Tabellenplatz verteidigen und festigen. Nach einigen Änderungen im Rennkalender steht nun am kommenden Wochenende das Nachholrennen bei Lokomotiv Daugavpils an; das ursprünglich für den 2. August geplante letzte Heimrennen der Vorrunde gegen Ultrapur Omega Gniezno wurde um eine Woche auf den 26. Juli vorverlegt, bevor es dann noch am 2. August nach Swietochlowice geht.
Foto: Michael Eder
DAS ERGEBNIS IM DETAIL :
TRANS MF LANDSHUT DEVILS - 52
9 – Kim Nilsson: 3, 1*, 2*, 2*, 3 – 11+3
10 – Leon Flint: 3, 2, 3, 2, 1 - 11
11 – Erik Riss : 1, ex, 1, 3 - 5
12 – Jonas Knudsen: 1, 3, 3, 3, 0 - 10
13 – Kevin Wölbert: 2, 2, ex, ex - 4
14 – Janek Konzack: 2*, 1, 1 – 4+1
15 – Mario Häusl: 3, 1, 2*, 1 – 7+1
SPEEDWAY KRAKOW – 38
1 – Stanislaw Melnyczuk: 2, 3, 1, ex, 2- 8
2 – Kacper Lobodzinski: 3, ex, 0, 0 – 3
3 – Michael West: 0, 1, 1 – 2
4 – Dawid Repala: 2, 2, 3, 1, 1, 2* - 11+1
5 – Marko Lewiszyn: ex, 3, 2*, 2, 3, 3 – 13+1
6 – Dawid Grzeszczyk: 1, 0, 0 – 1
7 – Milosz Duda: 0, 0, 0 – 0
H1: Nilsson, Melnyczuk, Riss, West – 4:2
H2: Häusl, Konzack, Grzeszczyk, Duda – 5:1 (9:3)
H3: Lobodzinski, Wölbert, Knudsen – 3:3 (12:6)
H4: Flint, Rempala, Konzack, Grzeszczyk – 4:2 (16:8)
H5: Knudsen, Rempala, West – 3:3 (19:11)
H6: Melnyczuk, Wölbert, Häusl – 3:3 (22:14)
H7: Lewiszyn, Flint, Nilsson, Duda – 3:3 (25:17)
H8: Rempala, Lewiszyn, Konzack – 1:5 (26:22)
H9: Flint, Nilson, Melnyczuk, Lobodzinski – 5:1 (31:23)
H10: Knudsen, Lewiszyn, Riss, Grzeszczyk – 4:2 (35:35)
H11: Knudsen, Nilsson, Rempala – 5:1 (40:26)
H12: Riss, Häusl, Rempala, Duda – 5:1 (45:27)
H13: Lewiszyn, Flint, West – 2:4 (47:31)
H14: Nilsson, Melnyczuk, Häusl, Lobodzinski – 4:2 (51:33)
H15: Lewiszyn, Rempala, Flint, Knudsen – 1:5 (52:38)