von Claudia Patzak
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MIT VOLLGAS IN DIE PLAY-OFFS – AUCH GEGEN ULTRAPUR OMEGA GNIEZNO GEHEN DIE TRANS MF LANDSHUT DEVILS ALS SIEGER HERVOR

 

Ungefährdeter Sieg und Bonuspunkt auf den letzten Drücker

 

Funktionäre, Verantwortliche des Vereins, Fans und Fahrer hatten es ihrem vor zwei Wochen unerwartet verstorbenen Stadionsprecher Martin Sänger versprochen: Wir holen uns den Sieg gegen Gniezno! Und so kam es dann auch. Gut 1.900 Zuschauer sahen in der OneSolar Arena erneut eine Landshuter Mannschaft, die vor Siegeswillen nur so strotzte.

Mit Gniezno erwartete man keinen leichten Gegner; die Mannschaft hatte sich lange auf Tabellenplatz zwei etabliert und wurden erst in der vergangenen Woche von den Devils überholt. Dementsprechend war klar, daß man sich keinen Rückstand erlauben konnte. Das Hinrennen hatte 50:40 für Gniezno geendet, so daß für das Erringen des Bonuspunktes eine gehörige Aufholjagd fällig war.

Die erste Rennhälfte verlief relativ ausgeglichen. Im Auftaktheat holte sich Kim Nilsson – der sich am Vorabend erst erneut für den Speedway Grand Prix 2027 qualifiziert hatte – den Sieg gegen Kevin Fajfer und Anze Grmek, während Mario Häusl ohne Punkte blieb. Im Juniorenlauf gab Tyler Haupt seinen Einstand in der Ellermühle, und was für einen: Er landete unter dem Jubel der Fans einen Start-Ziel-Sieg, gefolgt von Janek Konzack, der dem hinter ihm liegenden Mateusz Latala keine Chance ließ. Haupt, der erst vor einem Monat 16 Jahre alt geworden ist und erst seitdem startberechtigt ist, wurde von den Fans für sein Debüt mit der Wahl zum „Teufel des Tages“ belohnt. Im folgenden Durchgang schlug Gniezno dann mit einem 2:4 zurück; hier hatte Jonas Knudsen nach dem Start noch vorne gelegen, wurde aber von Adam Ellis überholt. Nach einer weiteren Punkteteilung konnten Jonas Knudsen und Mari Häusl, zunächst auf 5:1-Kurs liegend, gegen Sam Masters und Anze Grmek ein 4:2 dagegensetzen. Danach jedoch landete Gniezno in Heat sechs einen Coup, als Adam Ellis und Kevin Fajfer auf der Gegengeraden links und rechts an dem zunächst führenden Kevin Wölbert vorbeizischten und sofort Abstand zwischen sich und die verfolgenden Devils brachten, bei denen Tyler Haupt sich noch auf Platz drei schob. Damit stand es 18:18. Doch die Devils 2026 lassen sich von so etwas nicht groß einschüchtern, und so legten Leon Fllint und Kim Nilsson sogleich ein 5:1 gegen Sam Masters und Kuba Wojtynka auf die Bahn. Zwischen dem zweiten und dritten Bahndienst konnte keine der beiden Mannschaften einen weiteren Punktegewinn verzeichnen, wobei die Devils immer versuchten, noch Boden gut zu machen und mit dem Zieleinlauf als jeweils Zweiter und Dritter die Heatsiege von Gniezno egalisieren konnten. In Heat 11 profitierten die Gastgeber von zwei Schnitzern des Gegners: Zunächst bewegte sich Adam Ellis, der schon durch eine Verwarnung vorbelastet war, vor dem Start und wurde vom Rennen ausgeschlossen. Für den Rerun erschien Jacob Jensen nach Ablauf der Zwei-Minuten-Frist am Startband und mußte ebenfalls von der Bahn, so daß Jonas Knudsen und Kim Nilsson in aller Ruhe ihre Runden ziehen konnten. Der Vorsprung wuchs beim Stand von 40:31 auf neun Punkte an. Die beiden letzten Vorläufe endeten wiederum unentschieden, so daß die Entscheidung über den Bonuspunkt in den beiden Finalläufen fallen mußte. Hier hatte zunächst Gniezno die Nase vorn – Sam Masters und Adam Ellis lagen auf 5:1-Kurs, doch Kim Nilsson schob sich dazwischen und nahm dem Gegner einen wichtigen Punkt ab. Beim Stand von 45:38 ging es in den letzten Lauf, der dann eine überraschend klare Angelegenheit wurde. Jonas Knudsen und Leon Flint gingen vom Start weg in Führung und boten Sam Masters keine Gelegenheit, ihr Paarfahren zu stören. Das 5:1 wurde sicher über die Ziellinie gebracht, und damit hatte Landshut das Rennen gegen Gniezno nicht nur überraschend deutlich mit 50:39 gewonnen, sondern sich auf den letzten Drücker auch noch den entscheidenden Punkt geholt, der den Gewinn des Bonuspunktes bedeutete.

Entsprechend glücklich war man im Lager der Devils. „Unsere Jungs haben erneut ein tolles Rennen auf die Bahn gelegt und waren auf den Punkt da. Gniezno war sicher leicht favorisiert hier, doch wir haben den Gegner nie wirklich ins Rennen kommen lassen. Wir haben einen Rückstand vermieden und nur wenige Heats abgegeben. Daß es dann am Ende noch mit dem Bonuspunkt geklappt hat, das ist natürlich heute das Sahnehäubchen“, so Teammanager Krzysztof Zielinski. „Es ist der Wahnsinn, wie sich die Mannschaft über den Verlauf der Saison gesteigert hat. Play-Offs, wir kommen !“

Mit diesem Sieg haben sich die Trans MF Landshut Devils nun mit drei Punkten Vorsprung vor Gniezno auf Platz zwei der Tabelle etabliert. In Führung liegt unangefochten Gdansk. Damit sollte der Mannschaft der Einzug in die Play-Offs sicher sein, auch wenn am kommenden Wochenende noch das abschließende Auswärtsrennen bei Slask Swietochlowice ansteht.

„Der Einzug in die Play-Offs war unser erklärtes Saisonziel, und wir freuen uns sehr, daß wir unsere Saison nun noch etwas verlängern können“, so Teamchef und Hauptsponsor Bernhard Muggenthaler. „Ein großes Lob an die Mannschaft, sie hat wirklich Großartiges über die Saison geleistet!“

Foto: Michael Eder

 

DAS ERGEBNIS IM DETAIL :

 

TRANS MF LANDSHUT DEVILS - 50

9 – Kim Nilsson: 3, 2*, 1*, 2, 2 – 10+2

10 – Leon Flint : 2, 3, 2, 2, 2* - 11+1

11 – Mario Häusl : 0, 1, 1*, 1* - 3+2

12 – Jonas Knudsen : 2, 3, 2, 3, 3 – 13

13 – Kevin Wölbert : 0, 0, 1* - 1+1

14 – Janek Konzack : 2*, 1*, 2, 1*, 0 – 6+3

15 – Tyler Haupt : 3, 1, 2 – 6

16 – Hannah Grundwald :

 

ULTRAPUR OMEGA GNIEZNO - 39

 

1 – Kevin Fajfer : 2, 2*, 3, 3, 0 – 10+1

2 – Adam Ellis : 3, 3, 0, ex, 3, 3 – 12

3 – Anze Grmek: 1*, 0 – 1+1

4 – Norbert Krakowiak:

5 – Sam Masters: 1, 2, 1, 3, 3, 1, 1, - 12

6 – Mateusz Latala: 1, 0, 0, 0 – 1

7 – Kuba Wojtynka: 0, 0 – 0

8 – Javcob Jensen: 3, 0, ex, 0 - 3

 

 

H1: Nilsson, Fajfer, Grmek, Häusl – 3:3

H2: Haupt, Konzack, Latala, Wojtynka – 5:1 (8:4)

H3: Ellis, Knudsen, Masters, Wölbert – 2:4 (10:8)

H4: Jensen, Fllint, Konzack, Latala – 3:3 (13:11)

H5: Knudsen, Masters, Häusl, Grmek – 4:2 (17:13)

H6: Ellis, Fajfer, Haupt, Wölbert – 1:5 (18:18)

H7: Flint, Nilsson, Masters, Wojtynka – 5:1 (23:19)

H8: Fajfer, Konzack, Wölbert, Jensen – 3:3 (26:22)

H9: Fajfer, Flint, Nilsson, Ellis – 3:3 (29:25)

H10: Masters, Knudsen, Häusl, Latala – 3:3 (32:28)

H11: Knudsen, Nilsson – 5:0 (37:28)

H12: Ellis, Haupt, Häusl, Latala – 3:3 (40:31)

H13: Masters, Flint, Konzack, Jensen – 3:3 (43:34)

H14: Ellis, Nilsson, Masters, Konzack – 2:4 (45:38)

H15: Knudsen, Flint, Masters, Fajfer – 5:1 (50:39)

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