von Claudia Patzak
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MIT DEM VORDERRAD IM FINALE – GEGEN ULTRAPUR OMEGA GNIEZNO ERKÄMPFEN SICH DIE TRANS MF LANDSHUT DEVILS EINEN – 43:47-AUSWÄRTSSIEG IM ERSTEN DURCHGANG DER PLAY-OFFS  

Kleines Punktepolster vor dem Heimrennen

Ein weiterer Sonntag, an dem die Trans MF Landshut Devils die Nerven der Speedwayfans aufs Äußerste strapaziert haben: Bei Ultrapur Omega Gniezno stand der erste Durchgang der Play-Offs in der polnischen Krajowa Liga Zuzlowa an. Die Sieger der beiden Play-Offs, bestehend aus Hin- und Rückrennen, treffen sich im September zu den beiden Finalrennen.

Gniezno hatte sich im Verlauf der Vorrunde stark präsentiert und lag lange auf dem zweiten Tabellenplatz, ehe die Devils sie nach dem Sieg im Heimrennen Ende Juli verdrängen konnten. Es war also klar, daß sich die beiden Mannschaften nichts schenken würden.

Die Bedingungen waren nicht die besten, nachdem es am frühen Nachmittag stark geregnet hatte und sich die Bahn als schwierig erwies. Mit den Verhältnissen kämpften anfangs vor allem die Gastgeber. Die Devils kamen in Gniezno gut ins Rennen, Kim Nilsson und Erik Riss konnten sich im ersten Heat ein 2:4 gegen Sam Masters sichern, während Norbert Krakowiak an dritter Stelle liegend zu Sturz gekommen war. Auch die Junioren Janek Konzack und Tyler Haupt ließen sich nicht lumpen und taten es ihnen gleich, wenn auch unter besonderen Umständen, da zunächst Kuba Woytinka in Führung liegend stürzte und Tyler Haupt zwar ausgangs der letzten Kurve in die Bande fuhr, den Punkt aber schiebend rettete. Im dritten Durchgang hatte dann Adam Ellis die Nase vor Kevin Wölbert und Leon Flint.

Nach einer längeren Bahndienstpausen hieß es dann erneut 2:4 für die Gäste durch Jonas Knudsen und Janek Konzack. Erst in Heat fünf konnte Gniezno den ersten Punktsieg durch Adam Ellis vor Jonas Knudsen, Kevin Fajfer und Erik Riss landen und verkürzen. Mit dem ersten 5:1 des Tages im siebten Durchgang stand es dann 21:21, doch nach einem unentschiedenen Lauf gelang es den Devils erneut, sich etwas abzusetzen, als Flint sich gegen Sam Masters durchsetzen und die drei Punkte für sich verbuchen konnte. Wölbert und Konzack legten in Heat 10 mit einem 1:5 gegen Jensen / Fajfer gleich noch nach, ebenso Nilsson / Knudsen mit einem 4:2 gegen Masters / Fajfer. Allerdings konnte Gniezno den Punktevorsprung in Heat 13 durch ein 5:1 von Jensen / Ellis egalisieren, so daß es vor den letzten beiden Läufen 37:41 für Landshut stand und das Rennen offen blieb. Die beiden letzten Heats endeten jeweils 3:3, so daß die Devils letztlich den Vorsprung über die Ziellinie retteten und mit einer guten Ausgangsposition ins  Heimrennen am 30. August starten.

„Es war ein durch die vielen Stürze am Anfang unruhiges, aber spannendes Rennen, ab der Mitte war plötzlich wieder alles offen. Wir haben uns jedoch nicht aus der Ruhe bringen lassen und letztlich den Sieg geholt. Das ist, was zählt. Der kleine Vorsprung tut uns schon gut“, so Teammanager Krzysztof Zielinski. „Man hat auch heute wieder gesehen, die Jungs sind heiß auf das Finale.“

Der Sieg ist um so wertvoller, da er nicht so einfach für die Mannschaft war, als es ausgesehen haben mag. „Kim Nilsson hatte sich am Dienstag in Schweden verletzt, und die Bahnverhältnisse taten ihr übrigens“, so Vereinstrainer Peppi Rudolph. „Leon Flint war seit Montag täglich im Renneinsatz, während Erik Riss in dieser Saison einfach die Rennpraxis fehlt. Trotzdem haben sie sich reingehängt. Kevin Wölbert hat sich auch von Rennen zu Rennen gesteigert und gut nach hinten abgesichert; unsere Junioren haben ein weiteres Mal gezeigt, was in ihnen steckt. Mit dieser tollen Mannschaftsleistung haben wir nun endlich den „Gniezno-Fluch“ besiegt und hier gewonnen. Die vier Punkte Vorsprung sind mehr als wir uns erhofft hatten.“

Foto: Michael Eder

 

DAS ERGEBNIS IM DETAIL

 

Ultrapur Omega  Gniezno - 43


9 – Sam Masters: 2, 3, 2, 2, 0 – 9
10 – Marcel Juskowiak: 0 – 0
11 – Norbert Krakowiak: ex – 0
12 – Kevin Fajfer: 0, 1, 0, 0, 0 – 1
13 – Adam Ellis: 3, 3, 3, 3, 2*, 3 – 17+1
14 – Mateusz Latala: 2, ex, 0 – 2
15 – Kuba Wojtynka: ex, ex, 0 – 0
16 – Jacob Jensen: 2, 2*, 1, 3, 3, 3, - 14+1            

Trans MF Landshut Devils – 47

1 - Kim Nilsson: 3, 2, 1, 3, 2 - 11
2 - Leon Flint: 1*, 1, 3, 2, 2, - 9+1
3 – Erik Riss: 1, 0, 2, ex - 3
4 - Jonas Knudsen: 3, 2, 1*, 1, 1* - 8+2
5 - Kevin Wölbert: 2, 0, 3, 1, 1*  - 7+1
6 – Janek Konzack: 3, 1, 2* - 6+1
7 – Tyler Haupt: 1, 1, 1* - 3+1
8 – Hannah Grunwald - 0

H1:         Nilsson, Masters, Riss – 2:4
H2:        Konzack, Latala, Haupt – 2:4 (4:8)
H3:        Ellis, Wölbert, Flint, Fajfer – 3:3 (7:11)
H4:        Knudsen, Jensen, Konzack – 2:4 (9:15)
H5:        Ellis, Knudsen, Fajfer, Riss – 4:2 (13:17)
H6:        Ellis, Nilsson, Flint – 3:3 (16:20)
H7:        Masters, Jensen, Haupt, Wölbert – 5:1 (21:21)
H8:        Ellis, Riss, Knudsen, Latala – 3:3 (24:24)
H9:        Flint, Masters, Nilsson, Juskowiak – 2:4 (26:28)
H10:      Wölbert, Konzack, Jensen, Fajfer – 1:5 (27:33)
H11:      Nilsson, Masters, Knudsen, Fajfer – 2:4 (29:37)
H12:      Jensen, Flint, Haupt, Wojtynka – 3:3 (32:40)
H13:      Jensen, Ellis, Wölbert – 5:1 (37:41)
H14:      Jensen, Flint, Wölbert, Fajfer – 3:3 (40:44)
H15:      Ellis, Nilsson, Knudsen, Masts – 3:3 (43:47)

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