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Opole behauptet seine Favoritenrolle, kann sich aber weniger deutlich als erwartet durchsetzen

Am Sonntagmittag mußten die Trans MF Landshut Devils beim Tabellenführer in Opole antreten. Und auch wenn die Überraschung ausgeblieben ist und der Gastgeber seine Position mit dem Ergebnis von 51:39 weiter gefestigt hat, können die Trans  MF Landshut Devils trotz allem erhobenen Hauptes von der Bahn gehen, haben sie doch von allen Vereinen, die bislang bei OK Bedmet Kolejarz Opole antreten mußte, die höchste Punktezahl mitgenommen.

Die Gäste aus Landshut starteten frech ins Rennen und entführten die ersten drei Punkte des Tages mit einem Start-Ziel-Sieg von Kai Huckenbeck vor Andrej Kudriashow, Kamil Brzozowski und Tobias Busch. Doch schon ab Heat 2 ging der Favorit aus Opole Schritt für Schritt mit drei aufeinanderfolgenden 4:2 in Führung. Norick Blödorn rettete in Heat 2 seinen zweiten Platz vor Marcel Krzykowski, der ihn hart bedrängte, über die Linie. In Heat 3 lag Martin Smolinski hinter Mads Hansen lange auf Position 2, kam dann aber auf der Innenbahn leicht ins Rutschen und tauschte mit Nick Skorja, der auf der Außenbahn mehr Glück hatte, die Plätze. Dimitri Berge sammelte bei seinen nächsten beiden Einsätzen zunächst 2, dann 3 Punkte, und erst im 7. Lauf konnten die Gastgeber ihr erstes 5:1 mit Andrej Kudrjashov und Jacob Thorssell gegen Martin Smolinski und Marius Hillebrand einfahren – das auch das einzige des Tages bleiben sollte.

Nach Heat 7 wurde es dann abseits der Bahn spannend, da es durch einen Stromausfall zu einer Zwangspause für alle Beteiligten kam. Spannungselement war die Frage, ob es gelingen werde, den Defekt innerhalb der vorgeschriebenen 30 Minuten zu beseitigen: wäre dies nicht gelungen, hätte das Rennen unter Umständen mit 0:40 für die Gäste aus Landshut gewertet werden können. Beim Stand von 27:15 ging es nach knapp 25 Minuten jedoch wieder weiter, und die Devils kamen zunächst besser ins Rennen zurück als Opole, gelang es doch Dimitri Berge und Tobias Busch, ein 2:4 gegen Oskar Polis und Marcel Krzykowski zu holen. Es folgten spannende Heats, gekennzeichnet von Positionskämpfen und einem Fotofinish in Heat 12, als sich Norick Blödorn knapp gegen Bartlomiej Kowalski geschlagen geben mußte. Erst zwei aufeinanderfolgende 4:2 der Tabellenführer in Heat 12 und 13 besiegelten letztlich den Rennausgang, den die Devils trotz Nutzung der taktischen Reserven nicht mehr drehen konnten, mit einem zweiten 2:4-Sieg und einem 3:3 in den beiden abschließenden Heats jedoch für sich versöhnlich gestatlten konnten. Bis zum letzten Heat fuhr Dimitri Berge quasi mit dem Messer zwischen den Zähnen, wechselte mehrfach mit Jacob Thorssell die Positionen und rollte schließlich vor dem Schweden über die Ziellinie.

Die Bilanz der Verantwortlichen ist positiv, jedoch nicht ohne Wermutstropfen. „Dafür, daß wir der klare Außenseiter waren, haben wir uns sehr teuer verkauft“, faßt Teammmanager Klaus Zwerschina zusammen. „Die Rennen waren teilweise sehr eng, wir können also auch mit der Nummer Eins der Tabelle streckenweise durchaus mithalten. Was heute leider, im Gegensatz zu den letzten beiden Heimrennen, gefehlt hat, war das ausgeglichene Leistungsbild.“ Topscorer bei den Devils waren erneut Dimitri Berge und Kai Huckenbeck, Norick Blödorn lieferte mit 7 Punkten und zwei zusätzlichen Einsätzen als Taktische Reserve eine solide Leistung ab, doch dazwischen klaffte ein Loch. „Der ein oder andere Punkt mehr hier und da hätte das Ergebnis durchaus noch enger werden lassen können“, ergänzt der polnische Teammanager Slwawomir Kryjom. Einen rabenschwarzen Tag hatte Teamkapitän Martin Smolinski erwischt, der für die kürzeste Bahn im Wettbewerb einfach kein richtiges Setup fand und sich nach dem Rennen für seine niedrige Punkteausbeute entschuldigte.

Nichts desto trotz sehen die Verantwortlichen der Trans MF Landshut Devils den kommenden beiden Heimreinnen am 17. Juli gegen Poznan und am 23. Juli gegen Daugavpils zuversichtlich entgegen. Der Vorverkauf für den kommenden Samstag startet am Donnerstag, wieviele Tickets diesmal zur Verfügung stehen werden, ist noch in Klärung.

 

Foto:    Mariusz Matkowski
            (Dimitri Berge und Tobias Busch von den Trans MF Landshut Devils im Getümmel mit den Konkurrenten aus Opole, Mads Hansen und Kamil Brzozowski)

Das Ergebnis im Einzelnen:

OK Bedmet Kolejarz Opole – 51
9 -  Andrej Kudriashow: 2; 3; 0; 0 – 5
10 – Jacob Thorsell: 3; 2; 3; 3; 2 – 13
11 – Kamil Brzozowski: 1; 1; 0; 1 – 3
12 – Mads Hansen: 1; 2; 3; 3; 1 – 10
13 – Oskar Polis: 3; 1; 2; 1; 2 – 9
14 - Marcel Krzykowski: 1; 1; 0 – 2
15 – Bartlomiej Kowalski: 3; 3; 3; 0 – 9

 

Trans MF Landshut Devils – 39
1 – Kai Huckenbeck: 3; 2; 2; 1; 3; 0 – 11
2 – Nick Skorja: 2; 0; 1; 0 – 3
3 – Tobias Busch: 0; 0; 1 – 1
4 – Dimitri Berge: 2; 3; 3; 2; 2; 3 – 15
5 – Martin Smolinski: 0; 1; 1; 0 – 2
6 – Norick Blödorn: 2; 0; 2; 2; 1 – 7
7 – Marius Hillebrand: 0; 0 – 0

H1: Huckenbeck, Kudriashow, Brzozowski, Busch – 3:3
H2: Kowalski, Blödorn, Krzykowski, Hillebrand – 4:2 (7:5)
H3: Polis, Skorja, Hansen, Smolinski – 4:2 (11:7)
H4: Thorsell, Berge, Krzykowski, Blödorn – 4:2 (15:9)
H5: Berge, Hansen, Brzozowski, Busch – 3:3 (18:12)
H6: Kowalski, Huckenbeck, Polis, Skorja – 4:2 (22:14)
H7: Kudriashow, Thorsell, Smolinski, Hillebrand – 5:1 (27:15)
H8: Berge, Polis, Busch, Krzykowski – 2:4 (29:19)
H9: Thorsell, Huckenbeck, Skorja, Kudriashow – 3:3 (32:22)
H10: Hansen, Blödorn, Smolinski, Brzozowski – 3:3 (35:25)
H11: Hansen, Berge, Huckenbeck, Kudriashov – 3:3 (38:28)
H12: Kowalski, Blödorn, Brzozowski, Skorja – 4:2 (42:30)
H13: Thorsell, Berge, Polis, Smolinski – 4:2 (46:32)
H14: Huckenbeck, Polis, Blödorn, Kowalski – 2:4 (48:36)
H15: Berge, Thorsell, Hansen, Huckenbeck – 3:3 (51:39)

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