Paarcup in Cloppenburg

 

Speedway-Paarcup in Cloppenburg –

Landshuter Team hat das Nachsehen,

Devils-Kapitän Martin Smolinski verteidigt Titel

 

 

Etwas holprig starteten die Speedwaycracks des AC Landshut in die nun immer mehr Fahrt

aufnehmende Saison. Nachdem sich am Freitag nachmittag Mark Riss krankheitsbedingt für das Rennen am Samstag abend in Cloppenburg abmelden mußte, liefen die Telefone heiß, da kurzfristig ein Ersatz gefunden werden mußte. Schnell wurde man sich mit Stephan Katt einig, der nach einigen Trainingsrunden in Brokstedt am Vormittag dann gemeinsam mit Sandro Wassermann ans Startband rollte.

 

Die Landshuter starteten gut gegen die Dohrener sowie die Berghauptener und schrieben in ihren ersten beiden Läufen jeweils 3 und 2 Punkte. In Heat 10 hieß der Gegner Wolfslake, bei dem sich Sandro Wassermann und sein ehemaliger Mannschaftskamerad Erik Riss einen großen Kampf lieferten, den Wasserman für sich entscheiden konnte. In Heat 12 gegen die DMV White Tigers lagen dann Licht und Schatten, wie so oft, nahe beieinander. Danny Maaßen gewann den Start und lag in Führung. In Runde 3 wollte ihn Sandro Wassermann überholen, es kam ausgangs der Kurve zu einer Kollision, in deren Folge der Landshuter als Sturzverursacher vom Re-Run ausgeschlossen wurde – eine nicht unstrittige Entscheidung. Im zweiten Durchgang zeigte jedoch Seniorteufel Stephan Katt den Tigern die Zähne und holte den Heatsieg. Dennoch drehte dieser Vorfall letztlich das Schicksal der Niederbayern, wie Teammanager Klaus Zwerschina erläutert: „Wir waren mit dieser zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung natürlich überhaupt nicht einverstanden, aber am Ende ist es eine Tatsachenentscheidung und ist als solche zu akzeptieren. Gott sei Dank blieb Sandro unverletzt, aber leider hatte der Sturz und der daraus resultierende Schaden am Material für die restlichen Heats negative Konsequenzen.“ So fiel Wassermann in Heat 15 mit einem Motorschaden, den man als  Folge des Sturzes betrachten kann, in aussichtsreicher Position aus und mußte in Heat 20 dann mit dem Ersatzbike antreten, welches nicht optimal auf die Bahn abgestimmt war, so daß er sich hier mit dem letzten Platz begnügen mußte.

 

Trotz alledem war man im Lager des AC Landshut jedoch mit der Performance der Fahrer hochzufrieden. Ohne Unfall wäre sicherlich der ein oder andere Platz weiter vorne im Klassement herausgesprungen. „Leider haben uns der Sturz und die nachfolgenden technischen Probleme uns das mögliche Ergebnis etwas verhagelt, aber insgesamt bin ich mit unseren Jungs heute abend hochzufrieden“, resümiert Zwerschina. „Stephan Katt hat bewieden, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört und wie wichtig er für die Devils er in dieser Saison noch werden kann. Bei Sandro haben wir endlich wiedern den ‚alten‘ Sandro gesehen – so, wie wir ihn vor seinen beiden Pechjahren kennengelernt haben. Er ist wieder dran und wir werden, wenn er hoffentlich dieses Jahr verletzungsfrei bleibt, noch viel Freude an ihm haben.“

 

Zufrieden sein können die Landshuter auch mit dem Auftritt ihres Bundesligakapitäns Martin Smolinski, der beim Paarcup immer für die Cloppenburger startet. Dieser war am Samstagabend in seiner eigenen Liga – Speed und Linienwahl, gepaart mit Kampfgeist zeigten deutlich, wo es in dieser Saison für ihn hingehen soll.

 

Alles in Allem also ein gelungener Abend für die Vertreter des ACL, auch im Hinblick auf eine erste Standortbestimmung vor dem Bundesligaauftakt am 1. Mai bei den Brokstedter Wikingern.

 

Großes Lob fanden die Landshuter auch für den Veranstalter, der bei seiner ‚Prädikatspremiere‘ eine gut durchorganisierte und spannende Veranstaltung auf die Beine gestellt hat.

 

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