U21-DM in Ludwigslust

Horrornachmittag für die Young Devils bei der U21 DM

 

Das Ergebnis bei der deutschen Meisterschaft der U21 Fahrer am Wochenende in Ludwigslust hatten sich die Fahrer und die Verantwortlichen des AC Landshut doch ganz anders vorgestellt. „Wir hatten mit einem wiedererstarkten Sandro Wassermann sicherlich einen Anwärter auf einen Podestplatz am Start, und auch unserer ganz jungen Garde mit Wilke, Niedermeier und Troidl hätten wir die ein oder andere Überraschung durchaus zugetraut. Leider kam es dann ganz anders als erwartet“, so ein sichtlich betroffener Vorsitzender Gerald Simbeck.

 

Aber alles der Reihe nach. Nachdem Sandro Wassermann letztes Jahr aufgrund einer Ellbogenverletzung nicht an der U21 DM teilnehmen konnte, mußte er dieses Jahr durch die Qualifikationsrunde und war auf einem guten Weg, sich dort auch für die Hauptrunde zu qualifizieren, als in Lauf 8 das Unheil seinen Anfang nahm. Einer Berührung mit seinem Devils- Teamkollegen Maximilian Troidl folgte ein schwerer Sturz, der eine lange Rennunterbrechung nach sich zog. Am Ende wurde Sandro mit dem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus geflogen. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet, und er hat den Unfall ohne Knochenbrüche oder größere innere Verletzungen überstanden. Neben einer schweren Gehirnerschütterung und einer leichten Gehirnblutung stehen natürlich noch schwere Prellungen in der Krankenakte des jungen Memmingers. Wann er das Krankenhaus verlassen darf, steht derzeit noch nicht fest, und ebenso natürlich, wann er wieder ins Renngeschehen eingreifen kann.

 

Für Maximilian Troidl war dann nach Lauf 12 schon Schluß, da er sich nicht für die nächste Runde qualifizieren konnte und somit in der Endabrechnung Platz 15 belegte.

 

Mario Niedermeier ist als Ersatz für Michi Härtel direkt ins Hauptfeld gerutscht, ebenso war Jonas Wilke aufgrund seiner Platzierung aus dem Vorjahr für das Hauptfeld gesetzt.

 

Beide machten ihre Sache bis zu dem verhägnisvollen Lauf 20 sehr gut. Dann aber kamen gleich drei Fahrer (Wilke, Niedermeier und Sijbesma) zu Sturz. Alle wohlauf und alle vier Starter zum Re-run zugelassen. Und just genau die gleichen 3 Fahrer kamen nun wieder zum Sturz, wobei dieser leider nicht so glimpflich endete. Sijbesma wude als Sturzverursacher disqualifiziert, Wilke hatte eine kaputte Maschine und Mario Niedermeier hatte es am schwersten erwischt - auch er mußte auf der Bahn behandelt werden. Schließlich wurde auch für ihn ein Rettungshubschrauber angefordert, der ihn in ein Krankenhaus in Schwerin brachte. Bei Mario wurde neben einem Jochbeinbruch und einem Bruch des Daumens auch eine leichte Lungenverletzung diagnostiziert, wobei die Brüche in den nächsten Tagen eine operative Nachversorgung notwendig machen. Auch bei ihm ist die Dauer des Krankenhausaufenthaltes sowie der Verletzungspause momentan ungewiss.

Jonas Wilke verzichtete beim erneuten Wiederholungslauf auf den Start, da er schon wieder in Lauf 21 ans Startband mußte. Leider war sein erstes Bike aufgrund der zwei Stürze nicht mehr einsetzbar, und so mußte er mit der Ersatzmaschine fahren, die nicht zu 100% auf die Bahn abgestimmt war. Dennoch reichte es bei ihm für das kleine Finale, bei dem er aber leider wegen fehlendem Speed dann nur Vierter und somit insgesamt Achter wurde.

 

„Das sind natürlich Horrornachrichten, die uns da über das Liveupdate erreicht haben, und jetzt steht natürlich die vollständige Genesung der Fahrer im Vordergrund. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, wie diese voranschreitet, und das Sportliche muß jetzt einfach hinten anstehen. Gerade Sandro und auch Mario haben sich in den letzten Wochen wieder prächtig präsentiert und dann so ein Rückschlag für beide. Die Planungen für Bundesliga und Teamcup werden natürlich wie gewohnt weitergehen, und wir werden unseren Jungs die Zeit geben, die sie brauchen, um wieder 100% fit zu werden “, so Teamchef Klaus Zwerschina.

Trotz all den Schreckensnachrichten für den ACL sei an dieser Stelle natürlich trotzdem dem neuen Deutschen U21-Meister, Lukas Fienhage, ganz herzlich zum Titel sowie Dominik Möser und Lukas Baumann zu den Plätzen zwei und drei gratuliert.

 

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