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AC Landshut Devils auf der Zielgeraden abgefangen
  • AC Landshut Devils auf der Zielgeraden abgefangen
von Michael Moser
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AC Landshut Devils auf der Zielgeraden abgefangen

Vizemeistertitel 2019 nach zwei nervenaufreibenden Finalläufen und 45:39-Niederlage in Brokstedt

 

Jeder Sportler kennt das - man hat die Hand schon förmlich am Pokal, doch dann wird er einem auf den letzten Metern noch aus den Händen gerissen. So fühlten sich die AC Landshut Devils am Tag der Deutschen Einheit in Brokstedt, als aus einem anfänglichen Vorsprung erst ein Gleichstand und dann ein alles entscheidender Rückstand wurde. 

 Es fing unerwartet gut an für den Titelverteidiger, der gleich das erste Heat mit 5:1 für sich entscheiden konnte. Mark Riss hatte beim Start von Außen eine Sternstunde und schoß förmlich an seinem Teamkollegen Viktor Kulakov vorbei, so daß sich Rune Holta und Lukas Fienhage von den Gastgebern mit den Plätzen 3 und 4 begnügen mußten. Danach folgten wiederum insgesamt fünf Durchgänge mit 3:3, ein erneuter Beweis, daß die Leistung auf beiden Seiten - bei den Brokstedtern mit Verstärkung durch Kai Huckenbeck, der im ersten Finale noch gefehlt hatte, bei den Devils trotz Fehlen von Martin Smolinski - sehr ausgeglichen war. In Heat 7 verkürzten die Brokstedter dank eines 4:2 von Huckenbeck/Blödorn gegen Milik/Wassermann auf 2 Punkte, Landshut gelang jedoch im nächsten Heat sogleich der Konter. So weit, so gut. Doch dann gelang es den Gastgebern, die zwar durchaus Nerven zeigten – Rune Holta kassierte in diesem Heat die insgesamt dritte Verwarnung auf Seiten der Wikinger - , aber dennoch stets ihre Chancen wahrten, ein 5:1 mit Holta/Fienhage gegen Grobauer/Katt, was dann den Ausgleich brachte. Der letzte Durchgang vor den beiden Finalläufen lief dann gegen die Devils. Beim Aufeinandertreffen der C-Fahrer gab es ein 3:3, nachdem Sandro Wassermann mit 15-m-Handicap im Rerun starten mußte. Hier hatte sich sicherlich die Startverzögerung aufgrund eines Fotografen, der partout nicht aus der Sicherheitszone wollte, auf die Konzentration niedergeschlagen. Daß Wassermann letztlich noch ein 3:3 herausholen konnte, zeigt, daß bei regulärem Start durchaus mehr drin gewesen wäre. Der Durchgang der B-Fahrer endete mit einem 4:2 gegen die Devils, das der A-Fahrer letztlich mit 5:1 für die Wikinger, und plötzlich liefen die Devils einem Rückstand von 6 Punkten hinterher.

In den beiden Finalläufen hätten nur noch zwei 5:1 dem Titelverteidiger den Sieg bringen können, doch diese endeten nochmals 3:3. Wobei sich keiner der Devils die Butter vom Brot nehmen lassen wollte und alle kämpften bis zum Schluß. Viktor Kulakov hatte mit Motorproblemen zu tun und war sichtlich enttäuscht über eine zweite Nullrunde an diesem Tag. Auch Vaclav Milik kam mit der Bahn nicht optimal zurecht und mußte wertvolle Punkte liegenlassen.     

 Am Ende also diesmal "nur" der Vizetitel für den Rekordmeister, doch die Fans feierten ihre Mannschaft wie einen Sieger, und diese bedankte sich für die - Zitat Stephan Katt - "geile Unterstützung" mit einem „super wart Ihr“. Im Lager der Devils sah man das Ergebnis mit gemischten Gefühlen. "Wir waren heute nicht der Favorit, und natürlich sind wir durch die bekannten Umstände geschwächt. Doch wenn man dann trotz allem so nah dran ist am Titel, ist es bitter, wenn man am Ende noch daran vorbeischrammt. Kompliment an die Jungs, man kann heute keinem nachsagen, daß er den Titel nicht mit jeder Faser seines Herzens gewollt hätte“, lobt Teammanager Klaus Zwerschina. „Unser Glückwunsch geht an Brokstedt - sie waren nach der Vorrunde Tabellenführer, sie wären im Falle einer Rennabsage wegen des gewonnenen Stechen in Landshut Meister gewesen, und sie haben sich den Titel nun auch in einem fairen Schlagabtausch erkämpft. "

Mit dem Abschluß der 2019-er Saison steht auch das Motto für das kommende Jahr: 20. Meistertitel im Jahr 2020 für die AC Landshut Devils…

 

 

 

Das Ergebnis im Einzelnen

MSC Brokstedt „Wikinger“ - 45 Pkt.

  1. Rune Holta (1, 3, 2, 2, 2) - 10 2. Timo Lahti (3,3, 2, 3, 3) – 14 3. Lukas Fienhage (0, 0, 3, 1) - 4 4. Kai Huckenbeck (2, 2, 3, 3, 1) - 11 5. Danny Maaßen (0,0, d, -) – 0 6. Norick Blödorn (1, 1, 1, 3) – 6 7. Niels-Oliver Wessel (-, -, -, 0) - 0

 

AC Landshut „Devils“ - 39 Pkt.

Viktor Kulakov (2, 3, 3, 0, 0) – 8 Vaclav Milik (2, 1, 2, 1, 3) – 9 Mark Riss (3, 0, 1, 0, 2) – 6 Valentin Grobauer (3, 2, 1, 2, 1) – 9 Sandro Wassermann (1, 2, 0, 1) - 4 Stephan Katt (0, 1, 0, 2) - 3 Jonas Wilke

 

H1

Riss, Kulakov, Holta, Fienhage

H2

Lahti, Milik, Wassermann, Maaßen

H3

Grobauer, Huckenbeck, Blödorn, Katt

H4

Lahti, Grobauer, Katt, Maaßen 

H5

Holta, Wassermann, Milik, Fienhage

H6

Kulakov, Huckenbeck, Blödorn, Riss

H7

Huckenbeck, Milik, Blödorn, Wassermann 

H8

Kulakov, Lahti, Riss, Maaßen F

H9

Fienhage, Holta, Grobauer, Katt

H10

Blödorn, Katt, Wassermann, Wessel

H11

Huckenbeck, Grobauer, Fienhage, Riss

H12

Lahti, Holta, Milik, Kulakov

H13

Milik, Holta,Huckenbeck, Kulakov

H14

Lahti, Riss, Grobauer, Fienhage

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